ausbrüten


ausbrüten

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aus|brü|ten ['au̮sbry:tn̩], brütete aus, ausgebrütet <tr.; hat:
1.
a) (junge Vögel) durch Brüten zum Ausschlüpfen bringen:
Küken [künstlich] ausbrüten.
b) (Eier) bis zum Ausschlüpfen der Jungen bebrüten:
die Henne brütet die Eier aus.
2. (ugs. scherzh.)
a) im Begriff sein, zu bekommen:
du brütest wohl einen Schnupfen aus?
b) sich (mühsam) ausdenken:
sie brüten einen Plan aus.
Syn.: aushecken (ugs.), ausklügeln.

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aus||brü|ten 〈V. tr.; hat
1. Eier \ausbrüten so lange brüten, bis der junge Vogel ausschlüpft
2. etwas \ausbrüten 〈fig.〉 so lange über etwas grübeln, bis ein Ergebnis zustande kommt
3. eine Krankheit \ausbrüten 〈scherzh.〉 einige Zeit undeutl. Symptome aufweisen, ehe sich die Krankheit zeigt
● einen Plan \ausbrüten

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aus|brü|ten <sw. V.; hat:
1.
a) (junge Vögel) durch Bebrüten der Eier zum Ausschlüpfen bringen:
Enten a.;
b) (Eier) bis zum Ausschlüpfen der Jungen bebrüten:
die Henne brütet die Eier aus.
2.
a) (ugs.) ersinnen, sich ausdenken:
Pläne, Ideen, Skizzen a.;
b) (ugs. scherzh.) im Begriff sein, krank zu werden:
die Kinder brüten etwas aus.

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aus|brü|ten <sw. V.; hat: 1. a) (junge Vögel) durch Bebrüten der Eier zum Ausschlüpfen bringen: Enten a.; b) (Eier) bis zum Ausschlüpfen der Jungen bebrüten: die Henne brütet die Eier aus; Das Tsetseweibchen brütet das einzige Ei ... im Körper selbst aus (Grzimek, Serengeti 295). 2. a) (ugs.) [Übles] ersinnen, sich ausdenken: einen Racheplan, finstere Gedanken a.; Was diese so genannten fähigen Köpfe ausgebrütet haben, ist ... eher ein starkes Stück Dilettantismus (Kirst, 08/15, 565); ... knallte Portugals Ministerpräsident Mario Soares den Abgeordneten eine Gesetzesvorlage auf den Tisch, die er im engsten Kabinettszirkel ausgebrütet hatte (Weltwoche 26. 7. 84, 5); b) (ugs. scherzh.) im Begriff sein, krank zu werden: die Kinder brüten etwas aus; Ich wusste aus Erfahrung, dass ich eine Mandelentzündung ausbrütete (Mishima [Übers.], Maske 110).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Ausbrüten — Ausbrüten, verb. reg. act. 1) Bis zur Vollkommenheit brüten, durch Brüten hervor bringen. (a) Eigentlich, von dem Federviehe. Junge ausbrüten. Ingleichen metonymisch, Eyer ausbrüten. Eyer ohne Hühner ausbrüten. (b) Figürlich, etwas Böses ersinnen …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Ausbrüten — Ausbrüten, 1) natürliches, so v.w. Brüten 1); 2) künstliches, s. Brütöfen …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Ausbrüten — Ausbrüten, künstliches, s. Brutapparate …   Lexikon der gesamten Technik

  • ausbrüten — V. (Oberstufe) ugs.: sich etw. mit List ausdenken, etw. Böses planen Synonyme: ausklügeln, aushecken (ugs.), austüfteln (ugs.) Beispiel: Er hat einen heimtückischen Plan ausgebrütet, mit dem der Minister zum Rücktritt gezwungen werden soll …   Extremes Deutsch

  • ausbrüten — aus·brü·ten (hat) [Vt] 1 ein Vogel brütet etwas aus ein Vogel sitzt auf befruchteten Eiern, bis sich junge Vögel entwickelt haben: Die Henne hat sechs Küken ausgebrütet 2 etwas ausbrüten gespr; sich etwas ausdenken <einen Plan, Unsinn… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • ausbrüten — 1. aussitzen, bebrüten, brüten, glucken; (landsch., sonst veraltet): hecken; (Fachspr.): erbrüten; (Jägerspr., landsch.): ausbringen. 2. sich ausdenken, ausklügeln, brüten, erdenken, ergrübeln; (geh.): aussinnen, ersinnen; (ugs.): aushecken,… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • ausbrüten — ausbrütentr einen(meistfragwürdigen,unlauteren)Planersinnen.HergenommenvonderbrütendenHenne.19.Jh …   Wörterbuch der deutschen Umgangssprache

  • ausbrüten — aus|brü|ten …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Ausbrüten — * Sie brüten aus, was ihnen ein Kukuk ins Nest gelegt hat …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Basiliskeneier ausbrüten —   Diese Redewendung wird gebraucht, wenn sich jemand Böses ausdenkt oder etwas Schlimmes im Schilde führt. Unter einem Basiliskenei versteht man auch ein Geschenk, das in böser Absicht gegeben wird. Im Alten Testament heißt es bei Jesaja (59, 5) …   Universal-Lexikon